Fahrturnier Mohlsdorf 2025-Thüringische Landesmeisterschaften Vierspänner 

Kurz vor Ende der Saison geht es nach Mohlsdorf. Eigentlich sonst für uns immer der Saisonabschluss, aber dieses Jahr geht es nach Mohlsdorf noch zweimal in den Einsatz. 

Mohlsdorf ist ein kleines Dorf in der Nähe von Greiz, das jedes Jahr im September zum Mittelpunkt der regionalen Fahrsportszene wird. Das Team rund um Hubert Jäschke stampft jedes Jahr eines der meist besuchten Turniere der Saison aus der Erde.  Für mich ist Mohlsdorf immer in besonderer Erinnerung, da ich dort vor einigen Jahren mein erstes Kegelfahren sehen durfte. Ich war damals von der tollen Stimmung und der einzigartigen Atmosphäre derartig angetan, dass ich gar keine andere Wahl hatte als am nächsten früh wieder dort zu sein. Vielleicht lag es aber auch an dem guten Essen dort und an dem leckeren Eis...

Roadstorys: Wir starten wie immer früh`s bei Zeiten. Ich habe noch bis in die Nacht alles vorbereitet, also quasi Akkus geladen, Kameras und Objektive gereinigt. Das Equipment hatte letzte Woche in Sonnewalde ordentlich gelitten. Von der Witterung her war diese Saison eher schwierig und anspruchsvoll. In Sonnewalde hatte uns das Wetter zweigleisig erwischt, zur Dressur war es relativ warm und dann zum Gelände hatte es Anfangs geregnet bis es dann schwülwarm wurde bei bewölkten Himmel. Also alles was du zum Fotografieren nicht brauchst, dementsprechend sahen meine Kameras aus... Ich bin natürlich dadurch noch ziemlich durch dem Wind, was die Zeit nicht davon abhält weiter zulaufen. Als der Wecker klingelte dachte ich "das Scheißding wartet nicht mal bis nachher". Es gibt jetzt nur eins, ab zur Tankstelle in Glauchau und Kaffee geholt. Dann geht es auf die A4 bis Posterstein und dann Überland weiter bis Mohlsdorf, natürlich im beat the Clock Modus... 

In Mohlsdorf angekommen fahr ich gleich zum Dressurviereck. Nachdem ich mein ganzes Zeug aus dem Kofferraum raus habe fährt Nancy weiter zum Krégelparcours. In Mohlsdorf liegen das Dressurviereck und der Kegelfahrplatz weit auseinander. Ich hatte keine Lust von da unten alles berghoch zu schleppen. Als Equipment habe ich einen Stuhl, die D800, die D7200, das Sigma Sports, das Sigma 17-70 f2,8, ein Einbeinstativ, ein kleines Dreibein, einen Fernauslöser und einen Rucksack mit bissel Verpflegung. Alles bissel viel zum Tragen. 

Am Dressurviereck herrscht noch halbwegs Ruhe. Alice bereit sich mit ihrem Pony auf ihre Prüfung vor und ich hab noch Zeit mein Equipment aufzubauen. Das mache ich zuerst neben einen Bienenstock... Okay also fluchtartig wo anders hin. Beim Ortswechsel maule ich mich erstmal, hat aber zum Glück keiner gesehen, hoffe ich...Als ich dann an der Stirnseite meine Position gefunden habe geht es dann auch gleich los. 

Alice macht mit ihrer Happy Karline L den Anfang. Für die A Fahrer ist heute als Dressuraufgabe die FA1 gefordert, bei den M Fahrern wird die FM1 verlangt. Insgesamt werden heute 8 Dressurprüfungen und 8 Prüfungen im Hindernisfahren stattfinden. Ich kann mich erstmal bei Alice bissel einballern. Wir haben in dem Sinne schon oft miteinander gearbeitet und so fällt es viel leichter einige Grundeinstellungen zu finden. 

Mein Plan ist es heute mit der langen Brennweite ins Viereck reinzuarbeiten und mit dem 17-70 aus der Tiefe raus über das kleine Stativ einen anderen Blickwinkel zu bieten. Ich hatte erst die lange Brennweite an der APSC, weil ich da über den Kropp noch tiefer reinzoomen kann, hab mich dann aber nach einigen wenigen Bildern dagegen entschieden weil mir das Bokeh nicht gefallen hat. Ich hatte das Problem früher beim Tamron 160-600  das auf den kleineren APSC Sensor das Bokeh verrauscht und hart wirkte. Das ist beim Sigma nicht ganz so schlimm aber dennoch liegen da zwischen den APSC Sensor und dem deutlich größeren CMOS Welten. 

 

 

 

Während die Prüfungen am laufen sind kommt Hannah zu mir und erzählt das sie heute zweispännig unterwegs sein wird und Jonas gar vierspännig. Die Aufregung steht ihr ins Gesicht geschrieben, was ja auch verständlich ist. Für mich heißt das, fotografische Sonderschichten...

Mir bleibt selbst auch noch etwas Zeit um mich da auf alles vorzubereiten. Während dann die Zweispännerprüfungen zu Ende gehen kann man im Hintergrund die Vorbereitungen für Jonas seinen großen Auftritt beobachten. Eine gesunde Nervosität ist auch okay, aber wie sich später rausstellen sollte war dies völlig unbegründet. 

Zwischen der Zwei und Vierspännerprüfung ist eine kleine Pause in der Heidi und einige andere Leute etwas total leckeren Kuchen und etwas zu trinken verteilen. 

Dann gegen 14 Uhr beginnen die beiden Prüfungen die auch für die Thüringenmeisterschaften interessant sind. Zuerst gibt es die Pony Vierspännerprüfung und danach gegen 15 Uhr die Großpferde. Jonas fährt nur hier in der Dressur mit, aber an den beiden anderen Prüfungen nimmt er nicht teil. Damit ist er kein Teil der Gesamtwertung. 

Den Wettbewerb eröffnet Steve, gefolgt von Thomas und dann ist Jonas dran. Natürlich schaut man da genauer hin es gab viele die dort die Daumen hielten. Ich hab jedenfalls meine Kamera zum glühen gebracht. Ich weiß nicht wie es Beobachtern ging die fachlich versierter sind als ich. Ich fand die Dressur als eine der besten die ich letzte Saison gesehen habe. Danach kam Ronny. Die Kombination von Füchsen und einer blauen Kutsche lässt mich da meistens viel mehr Fotos machen als wie mir beim bearbeiten gut tut. Von daher glüht die Kamera weiter. Andre schließt den Wettbewerb ab und da dort die Fabkombination ganz ähnlich ist...

Dann sind die Großpferde dran und dort machen das drei Starter unter sich aus. Einer davon ist der Lokalmatador Hubert Jäschke. Dementsprechend viele Leute versammeln sich zu der Prüfung am Viereck. 

Danach folgen noch die Prüfungen Einspänner M und Zweispänner Ponys M.

Ich schreib jetzt einfach nicht mehr so viel und lasse die Bilder sprechen.