1. Fahrturnier Kroppen (2025) - 4. Station des Südbrandenburg-Cup 

Am 28.09.2025 fand im kleinem beschaulichen Kroppen im Rahmen des Südbrandenburg-Cup das vierte und letzte Turnier statt. Steffen fragte bei uns nach, ob wir Bock hätten bissel dort rum zu knipsen, klar haben wir, aber wie... Es sind genau solche kleinen Turniere, die ihren Reiz in ihrer freundlichen und familiären Atmosphäre haben. Man kommt an alle mal richtig nahe ran, lernt Leuten kennen und kann sich mal ein Bild über Abläufe machen zu denen man sonst eher keinen Zugang hat. Quasi Fahrsport zum anfassen. Also los geht´s. 

Roadstories

Kroppen ist eine kleine Gemeinde in der Oberlausitz. Für uns heißt das, wir fahren von Waldenburg nach Callenberg, dort auf die A4 Richtung Dresden, dort fahren wir auf die A13 und dann Ortrand runter. Mein Navi sagt mit 1 Stunde 20 Minuten, ich weiß es genau, ich bin schneller. Es ist ein ziemlich bescheuertes Hobby gegen mein Navi zu fahren, aber ich kann regelmäßig nicht anders. Ich nenne den ganzen Spaß "Beat The Clock". Ich werde selbstverständlich öfters für mein Verhalten gemaßregelt... ;)  Teilweise haste aber auf der A4 gar keine Chance, dass ist ein reines Irrenhaus... Ich hasse diese Straße, heimzu fahren wir Überland. 

Als wir Ortrand runter fahren halte ich mal kurz an und verschwinde hinter einem Baum, als ich wieder komme ist Nancy weg. Handy liegt selbstverständlich im Auto... Nach ca. 10 Minuten taucht sie wieder auf mir den Händen voller Pilze. Sie hat vom Auto aus  Pilze gesehen und dann konnte sie nicht anders... Und nun legt die mir die dreckschen Dinger hinten auf dem Rücksitz. Mir huppt erstmal die Galle aus dem Knopploch. Als ich mich wieder eingefangen habe geht es weiter. Mich besänftigt eigentlich nur der Gedanke, dass es die Pilze heute Abend gleich zum Abendbrot gibt. 

In Kroppen angekommen gibt es natürlich noch den obligatorischen Verfahrer. Hab halt die falsche Einfahrt genommen und lande so über einige Umwege im Fahrerlager statt auf dem Parkplatz.

 

Das Turnier findet auf dem Gelände einer Sportanlage statt. Die Veranstaltung ist als eine Art Breitensport-Wettbewerb angelegt. Man hat einen Par­cours bestehend aus Kegelpaaren und Strohhindernissen zusammen gebastelt. Ziemlich zentral steht noch ein großes Holzhindernis. 

Wir treffen vor Ort Cedric, der uns den ganzen Tag Gesellschaft leistet. Am Ende wird er in das ganze Projekt mit eingespannt. :) 

Der Wettbewerb selbst ist ein kombiniertes Hindernisfahren, dass in zwei Durchläufen ausgetragen wird. Getrennt natürlich nach Einspänner und Zweispänner, Ponys und Großpferde.  Am Ende gehen die Ergebnisse der Prüfungen hier, in die Gesamtwertung des Südbrandenburg-Cup. Marian fährt auch zwei Durchläufe vierspännig, da sie keine Konkurrenz hat läuft das quasi außer Wertung. Man könnte es auch einen Showact nennen. Für sie ist es die Möglichkeit, im Gespann etwas rumzubasteln und mal was zu probieren. Für die Zuschauer ist das natürlich ein absolutes Highlight, wenn dort so ein Vierspänner durchs Gelände fliegt und das im wahrsten Sinne des Wortes. 

Ich selbst geh mit der langen Brennweite an die Stirnseite. Da hab ich zwar anfangs die Sonne gegen mich, aber dort wo ich hin fotografiere hab ich mit der Sonne noch relativ wenig Probleme. Es ist aber nicht alles Gold was glänzt, ich muss genau aufpassen wie ich die Kamera halte. So wie ich den Winkel falsch einstelle, macht mir das lense flare die Bilder kaputt. Ich kann in das Strohhindernis links von mir gut rein fotografieren, aber die Zielgerade wegen der ich eigentlich dort sitze ist zumindest im ersten Durchlauf noch eher schwierig. Durch die große Sonnenblende auf dem Sigma, kann man aber vieles von der Sonne wegblocken. Ab Durchgang 2 ist die Sonne soweit rumgezogen, dass sie fürs Fotografieren keine Rolle mehr spielt. Von daher alles gut. .

Nancy geht an die lange Seite und relativ nahe ans entgegenliegende Ende. Mit dem 70-200 kann sie dort eigentlich alles einfangen was mir entgeht.  

Steffen eröffnet zweispännig die erste Prüfung und lässt es erstmal ordentlich krachen. Mir fällt auf, dass hier das Starterfeld ziemlich breit gefächert ist, vom kleinen Shetty bis zum Kaltblut ist alles vertreten. Das Regelwerk ist natürlich bei einer Breitensportveranstaltung nicht so streng wie in einem großem Fahrturnier, aber genau das macht aber auch den Reiz aus. Ich finde es auch toll, dass man im Rahmen der Veranstaltung Kindern die Möglichkeit gibt an den Start zu gehen und erste Erfahrungen zu sammeln. Jeder hat eine eigene Musik mit der es durch den Parcours fährt, auch im zweiten Durchgang.  Ein Gespann mit Kaltblütern, Mopedhelmen und 3 Mann Besatzung, hat die Onkelz, genau meine Wellenlänge. Also alles bissel locker gehalten                                                                          

Am Ende von Durchgang eins kommt Marian mit ihrem Vierspänner und fliegt wie ein Pfeil durch den Par­cours. Interessant ist es in so einen Moment die Leute zu beobachten... Ich weiß noch genau wie es sich anfühlt wenn man noch nie einen Vierspänner in vollspeed Geländeaction gesehen hat. Damals feuerten Steve und Nicky in Frohburg durch das Waldhindernis...

Während der erste Durchgang lief füllte sich das Gelände ordentlich mit Neugierigen. Man wollte erstmal sehen, ob so eine Veranstaltung von den Leuten angenommen wird, dass kann man kurz und schmerzlos mit Ja beantworten.  

Hier erstmal einige Bilder vom ersten Durchgang. 

 

 

In der Pause wenden wir uns erstmal allem Kulinarischen zu. Man hatte wohl nicht mit soviel Leuten gerechnet, von daher musste ein außerplanmäßiger Ansturm bewältigt werden. Das hatte man aber ziemlich gut im Griff und man sieht auch da, dass es wichtig ist die richtigen Leute im Team zu haben. Cedric bewacht derweil unser Zeug und Nancy stürzt sich ins Getümmel um bissel was zur Stärkung zu holen. Ich kann nur soviel sagen, Essen und Trinken war top, die Preise auch. 

Frisch gestärkt geht es in Durchgang zwei, der wieder von Steffen eröffnet wird. Die Abläufe und Reihenfolge ist wie in Durchgang eins. Im großen und ganzen sieht man das der eine oder andere noch etwas flüssiger als im Durchgang eins den Par­cours fährt. Marian und Steffen sind eigentlich ständig im Dauereinsatz ob als Fahrer, Beifahrer oder beim Par­coursteam. 

Die Sonne ist nun wie erhofft komplett aus dem Zielbereich rausgezogen. Ich musste auf den Zug der Sonne pokern, da ich mir gut vorstellen konnte das sich noch einige andere Leute an der Stirnseite postieren. Am Ende haste dann irgendwann perfekte Lichtverhältnisse, aber keinen freien Platz. Zum Glück hat die monströse Sonnenblende am Sigma Sports gute Arbeit geleistet und den größten meiner Bilder gerettet. Sicher war ich mir aber wirklich nicht. Im Notfall hätten wir noch Nancy´s Bilder gehabt...So ist halt Turnierfotografie immer auch eine Lotterie, dass Spiel mit Wetter, Licht und Geschwindigkeit... 

Am Ende vergeht der zweite Durchgang wie im Flug. Ich habe wieder vier zu viele Bilder gemacht und Nancy ging es auch so. 

Es ist toll nochmal kurz vor Saisonende einige bekannte Gesichter zu sehen, wie Roxy, Thomas, Lara und natürlich Wiebke mit ihrem wunderschönen Gespann. 

Wiederum beendet Marian den Umlauf und lässt nochmal richtig die Fetzen fliegen. Bevor wir zur Siegerehrung kommen, erstmal die Bilder vom zweiten Durchgang. 

 

 

So nun zum Ende der Veranstaltung kommen wir gleich zur Siegerehrung. Steffen sagte mir paar Tage vorher, dass man erstmal sehen wollte wie das angenommen wird. Ich denke die Frage hat sich selbst beantwortet. Dafür, dass man weder als Veranstalter Erfahrungen hatte, noch wusste man, ob es von den Leuten vor Ort angenommen wird, konnte sich das absolut sehen lassen. Das hat mit Sicherheit viel Arbeit gemacht und ich bin ja vorhin schon einemal darauf eingegangen wie Marian und Steffen anghängt waren und kaum eine ruhige Minute hatten. Abgesehen von den schon namentlich Genannten gab es natürlich fleißige Helfer im Hintergrund. An diese Leute mal ein herzliches Dankeschön! Ohne euch hätte man keine Möglichkeit, so eine tolle Veranstaltung ins Laufen zubringen. Das gleiche gilt natürlich auch für die Sponsoren.
Beim Hauptsponsor waren wir kurz später zu einem gemütlichen Abend in der Gaststätte "Dorfkrug" in Großkmehlen, dort worden die Siegerehrungen in der Gesamtwertung des Süd-Brandenburg Cup durchgeführt. Die Gaststätte war toll und besonders bleibt uns das Eisbein in Erinnerung, das wirklich so zart war, dass es auf der Zunge zerlief.
Damit komme ich zum Ende meiner Eindrücke. Wir möchten uns ganz herzlich dafür bedanken das wir da sein durften. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht und wir kommen gerne wieder.
Ich möchte mich auch nochmal bei Cedric bedanken, der auch zur Siegerehrung auf unser Zeug aufgepasst hat.
Liebe Grüße an euch alle. Bleibt alle, samt eurer Pferde schön gesund, denn wir würden uns freuen jeden wieder zu sehen.
Thomas, dir sei noch gesagt, dass ich dein Flutlichtkegelfahren nicht vergessen habe. Ich bin gerade an einigen Neuanschaffungen dran, damit wir da alles heil in den Kasten bringen. Wenn du oder auch du Steffen Termine von euren Turnieren zum Süd-Brandenburg Cup habt, immer her damit. Ich lade die gleich hier mit in den Kalender und veröffentliche sie bei Instagram.
Von daher vielen Dank, liebe Grüße.
Nancy und Ronald